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DAS BESTE AUS DER SITUATION MACHEN



Damals, in der Corona-Krise, verhängte die Regierung in Madagaskar ein Flugverbot. So konnten wir während einigen Wochen keine Flüge mehr durchführen. Diese Zeit nutzten wir so sinnvoll wie möglich und entschieden uns, gewisse Unterhaltsarbeiten vorzuziehen und das Beste aus der Situation zu machen. Diese Flexibilität ist auch heute noch gefragt.


Verschiedenen Unterhaltsarbeiten an den beiden Helikoptern beanspruchten mehr als einen Monat Zeit. Unter anderen führten wir eine 12 Jahres Inspektion am Landegestell der 5R-MKT durch. Dazu wird das ganze Landegestell in Einzelteile zerlegt, um diese anschliessend genau auf Korrosion, Risse oder sonstige Beschädigungen zu überprüfen. An beiden Helikoptern führten wir eine Jahres-Inspektion durch. Beim Hauptrotorgetriebe der Maschine 5R-AAA musste die Ausgangsdichtung gewechselt werden, weil diese nicht mehr gut abdichtete. Für diese Arbeit musste allerdings die Verbindung vom Getriebe zum Triebwerk getrennt werden, was doch einen ziemlichen Aufwand bedeutete. 


Eine zusätzliche Schwierigkeit (damals in der Corona-Krise und generell für uns auf dem Feld) ist, dass wir die entsprechenden Ersatzteile und Werkzeuge zur richtigen Zeit an Ort und Stelle haben. Dies bringt einen grossen logistischen Aufwand mit sich. An dieser Stelle gehört ein grosser Dank der Logistik im Hauptquartier in der Schweiz. Aber auch vor Ort ist der logistische Aufwand erheblich. Zudem sind die Abläufe mit den Behörden beim Importieren sehr zeitraubend. Ich möchte es auch nicht unterlassen, den Spendern der Helimission zu danken. Nur dank ihnen ist es möglich, teure Ersatzteile und das entsprechende Material zu beschaffen, damit unsere Maschinen auf dem Feld weiterhin sicher betrieben werden können.


Nick, Chefmechaniker




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