Schwierige Landung um Leben zu retten
- vor 10 Minuten
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Unmöglich! Ich schüttelte den Kopf, um den Leuten am Boden zu verstehen zu geben, dass das so nicht geht, und schwebte den Heli vorsichtig wieder rückwärts vom Landeplatz weg. An dem Grat, auf dem wir landen wollten, waren vorne und hinten die Büsche und Bäume so hoch gewachsen, dass weder für den Hauptrotor noch für den Heckrotor des Helis genügend Platz war.
Während ich in sicherer Distanz den Heli im Schwebeflug hielt, versuchte ich mit Handzeichen den Dorfleuten Anweisungen zu erteilen, welche Bäume weichen müssen. Wenige Minuten später war der Landeplatz offen genug, um einen zweiten Versuch zu starten. Auch wenn der Platz immer noch eng war – für die Landung reichte es aber diesmal.
Eine Ärztin aus dem Spital in Wamena war meine Flugbegleiterin auf diesem Flug. Als erfahrene Ärztin wollte sie gleich vor Ort die hoch schwangere Patientin untersuchen, deren Baby – so vermutete sie – in Steisslage, also verkehrt herum im Bauch lag.
Doch kurze Zeit später schüttelte auch sie den Kopf mit einem besorgten Gesichtsausdruck und erklärte, das Kind liege definitiv falsch herum und könne so auch nicht «landen». Gut waren wir dem Notruf gefolgt! So konnten wir die junge Frau und ihren Mann gleich ins Spital nach Wamena mitnehmen, wo die Geburt kontrolliert und notfalls per Kaiserschnitt stattfinden konnte.
Später habe ich erfahren, dass Mutter und Kind – ein Junge – wohlauf sind. Der Einsatz hat sich gelohnt!
Salomo, Pilot









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