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Pistenbauprojekt in Beledomon

  • vor 22 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit


«Das sind 20° Neigung!» ruft Herten, der mich auf diesem Flug für eine Pisteninspektion begleitet. Er schaut nachdenklich auf das Inklinometer, das die Neigung der Piste anzeigt. Zu den Dorfleuten von Beledomon meint er auf Indonesisch «Ja – das braucht noch etwas Arbeit» und zu mir auf Englisch «Eine Cessna wird hier wohl nie landen können, bestenfalls ein Pilatus-Porter».


Eine Person per Kleinflugzeug zu transportieren ist dreimal günstiger als mit einem Helikopter. Zudem sind in Papua weit mehr Flugzeuge als Helikopter unterwegs. Obwohl wir die Leute motivieren eine Piste zu bauen, um das Dorf versorgen zu können, ist und bleibt der Helikopter ein unverzichtbares Transportmittel. Bevor ein Flugzeug die Landung auf einer neu gebauten Piste wagen darf, fliegt die Helimission einen Experten dorthin. Er misst die Dimension und Neigung der Piste und gibt den Dorfbewohnern Anweisungen, was noch verbessert werden muss. Im hügeligen Hochland Papua-Indonesiens ist es schwierig, auch nur zehn Meter flaches Terrain zu finden. Für ein Buschflugzeug braucht es rund 300m. Das bedeutet schweisstreibende, meist Jahre dauernde Handarbeit. Mit Schaufeln und Pickel werden wortwörtlich kleine Berge verschoben, um eine einigermassen gerade Fläche zu bilden. Und selbst dann ist diese meist stark geneigt wie eben hier in Beledomon. 


Bevor sich die Arbeiter wieder ans Werk machen, werden wir aber zu einem festlichen Mahl eingeladen: Süsskartoffeln mit Papeda-Brei (Sago Stärke) und dazu Wildschweinfleisch, dessen Fettanteil mindestens 50% beträgt. Lecker!


Salomo, Pilot


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