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GEMEINSAM LEBEN RETTEN



Am Samstagabend rief mich ein Mitarbeiter aus Mokndoma an, etwa 50 Minuten nordwestlich von Wamena, und fragte für einen Notfallflug von Lumo, einer Landebahn in der Nähe von Mokndoma. Normalerweise führen wir keine Notfallflüge zu Landebahnen durch, wenn die MAF oder andere Flächenflugbetreiber dazu in der Lage sind. Die Landebahn wurde jedoch von Schweinen so stark beschädigt, dass keine Flugzeuge mehr landen konnten.


Die Patientin hatte um 18 Uhr ein gesundes Baby zur Welt gebracht, die starken Blutungen konnten jedoch nicht gestoppt werden und die Plazenta kam nicht heraus. Sie wurde immer wieder bewusstlos und wir waren nicht sicher, ob sie die Nacht überstehen würde.


Am Sonntagmorgen stand ich früh auf und bereitete den Helikopter vor. Der Mitarbeiter aus Mokndoma versuchte Kontakt mit Lumo herzustellen und fand heraus, dass die Frau noch am Leben war. Dank des schönen Wetters flogen wir Lumo direkt an. Den Helikopter liess ich laufen, während Einheimische die Patientin schnell mit der Bahre abholten. Der örtliche Pastor war sehr dankbar für unsere Hilfe und betete vor dem Einlad für die Patientin. Obwohl wir in Eile waren, war es ein sehr bewegender Moment. Er rief den Namen unseres grossen Arztes im Himmel an, der uns jeden Atemzug gibt. Es ist so leicht zu denken, dass wir es sind, die Leben retten, aber in Wirklichkeit sind wir nur Gottes Werkzeuge. Schnell luden wir die Patientin, das Baby und zwei Familienmitglieder in den Helikopter und flogen direkt nach Mulia. Dort fuhr sie ein Krankenwagen ins Krankenhaus.


Am Montag erhielt ich die Nachricht, dass ihr Zustand stabil war, sie aber operiert werden musste. Zu diesem Zweck wurde sie von der Flugmission MAF nach Nabire verlegt. Es ist eine Freude, die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen zu sehen. Unser gemeinsames Ziel lautet: Leben retten!


Matt, Pilot





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