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DAS BESTE AUS DEM SPENDENFRANKEN MACHEN



Schon länger war eine Einsatzwoche mit einem Team in verschiedenen Regionen im Osten und Südosten von Madagaskar geplant. Kurz vor dem Einsatz erhielten wir eine weitere Anfrage für verschiedene Dörfer in derselben Region, die wir sehr gut verbinden konnten.


Zu Beginn setzte ich das eine Team im ersten Dorf ab und lud das zweite Team weiter südlich bei einer ausgemachten Stelle auf und brachte diese zu ihrem Einsatzdorf. Auftanken konnte ich auf einem der 13 Flugplätze, bei denen Jet A-1 Treibstoff erhältlich ist. Solche Tankstopps müssen in der Flugvorbereitung genau eingeplant werden. Wegen aufkommendem Nebel entschied ich mich, die Nacht dort zu verbringen.


Nachdem sich der Nebel am nächsten Tag allmählich aufgelöst hatte, flog ich wieder zurück Richtung Norden in den Regenwald. Die Sicht war immer noch eingeschränkt und die Wolkenbasis hing tief. Gott sei Dank hatte ich am Vortag einige Liter zusätzlich getankt, um jetzt für die wetterbedingten Umwege genügend Treibstoff zu haben. Schliesslich konnte ich im vereinbarten Dorf landen, wo das erste Team auf mich wartete. Während den folgenden Tagen flogen wir verschiedene Dörfer an und brachten Hilfe.


In Maromiteny war ein Mann, der vor vier Jahren seinen Unterschenkel an einem Feuer verbrannt hatte. Dr. Deborah behandelte die bis heute offene Wunde. Es ist für uns aus dem Westen kaum vorstellbar, wie diese Menschen leben müssen: In Staub und Dreck, Fliegen auf offenen Wunden, ohne medizinische Grundversorgung und ohne jegliche Schmerzmittel.

Das letzte Dorf, das wir besuchten, hiess Ambohimiary. Dort wurden wir von den Dorfbewohnern auf eine kranke Frau mit «grossem Bauch» aufmerksam gemacht. Verwandte wollten sie für weitere Abklärungen in ein Spital bringen. Um die Frau nur bis zum Talausgang zu tragen, hätten 4 Männer in diesem unwegsamen Gelände über 6 Stunden gebraucht. Da wir am nächsten Tag sowieso in diese Richtung flogen, konnten wir dies gut kombinieren und in nur 4 Minuten erreichten wir den Talausgang. Die Überraschung über den kurzen Flug war der kranken Frau und ihren Angehörigen ins Gesicht geschrieben.


Es ist für uns immer wieder schön, wenn verschiedene Einsätze mit möglichst wenig Flugzeit sinnvoll kombiniert werden können. Unsere gemeinsame Hilfe kommt an!


Nick, Pilot




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