Gemeinsam gegen die Folgen des Zyklons
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Ein Bericht über die Allianz zwischen der Regierung Madagaskars und Helimission
Im Februar 2026 wurde die humanitäre Arbeit der Schweizer Stiftung Helimission in Madagaskar auf eine bedeutende Probe gestellt. Nach dem verheerenden Durchzug des Zyklons „FYTIA“ sahen sich die Behörden und Hilfsorganisationen mit massiven Schäden in verschiedenen Regionen des Inselstaates konfrontiert. Was folgte, war eine vorbildhafte Kooperation zwischen staatlicher Führung und der Nichtregierungsorganisation (NGO), um schnellstmögliche Hilfe zu gewährleisten.
Der Notruf des Ministeriums Am 2. Februar 2026 wandte sich das Ministerium für Transport und Meteorologie in Antananarivo direkt an den Repräsentanten der Helimission in Madagaskar. Der Generalsekretär des Ministeriums schilderte in einem offiziellen Schreiben die Dringlichkeit der Lage: Nach einer ersten Bestandsaufnahme in Mahajanga plante die Regierung eine sofortige Mission in die besonders betroffenen Gebiete Mahanoro, Vatomandry und Toamasina.
Das Ziel dieser Mission war klar definiert: Den Opfern Hilfe zu leisten, die Situation vor Ort zu bewerten und Informationen über die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung zu sammeln. Dabei stiess die Regierung logistisch an ihre Grenzen. Während ein Helikopter der Streitkräfte für den westlichen Teil des Landes gestellt wurde, bat die Regierung die Helimission explizit um die Übernahme des Transports der Delegation in den östlichen Teil der Insel.
Ein Flug mit höchster Priorität Die Reaktion der Helimission erfolgte prompt. Bereits am Morgen des 3. Februar 2026 startete der Pilot Nick zu einem Flug, der die enge Verzahnung zwischen der NGO und der Staatsführung verdeutlicht. An Bord befand sich eine hochrangige Delegation, die Teil des Zyklon-Hilfsprogramms war.
Laut einem internen Bericht von Craig (Basisleiter der Helimission) an den internationalen Direktor Simon befanden sich neben einem Oberst (Colonel) gleich drei Minister und der Regierungschef persönlich an Bord des Helikopters.
Logistik und Verteilung Die Zusammenarbeit beschränkte sich nicht nur auf den Personentransport. Das Ministerium wies darauf hin, dass Hilfsgüter und Ausrüstung bereits auf dem Landweg unterwegs waren, um während des Besuchs der Delegation in Empfang genommen und neu verteilt zu werden. Hier fungierte die Helimission als entscheidendes Bindeglied, um Entscheidungsträger schnell in Gebiete zu bringen, die aufgrund der Sturmschäden schwer zugänglich waren.
Hintergrund: Warum Helimission?
Dass die Regierung Madagaskars in einer solchen Krise auf die Helimission zurückgreift, ist kein Zufall. Die Stiftung unterhält eine ihrer zwei permanenten Helikopterbasen in Madagaskar und ist darauf spezialisiert, Menschen in abgelegenen und unwegsamen Gebieten zu erreichen.
Die Philosophie der Organisation passt perfekt zu solchen Notszenarien:
Kostenlose Nothilfe: Während reguläre Nutzer oft den Treibstoff bezahlen, führt die Helimission Katastropheneinsätze („Disaster Relief“) in der Regel kostenlos durch, finanziert durch freiwillige Spenden.
Infrastruktur: Die Stiftung transportiert regelmässig medizinisches Personal und Baumaterial und unterstützt lokale Buschkrankenhäuser, was sie zu einem erfahrenen Partner in der Logistik macht.
Der Einsatz im Februar 2026 unterstreicht die Rolle der Helimission nicht nur als medizinischer Dienstleister, sondern als strategischer Partner der madagassischen Regierung in Zeiten nationaler Krisen.

















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