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Wieder Zuhause in Papua

 Im Februar kehrten wir nach unserem Heimaturlaub wieder heim nach Papua. Für unsere neugeborene Tochter Audrey Jean bekamen wir alle nötigen Papiere, um in Indonesien einreisen zu dürfen. Unsere ältere Tochter Grace hatte Papua so sehr vermisst und konnte es mit uns kaum erwarten, wieder «daheim» zu sein!

 

Auf der einen Seite ist es immer schwierig, von unseren Familien und Freunden Abschied nehmen zu müssen, auf der anderen Seite freuen wir uns jeweils wieder auf unser Zuhause und unsere Freunde in Papua. Dieses Mal durften wir ihnen unsere kleine Tochter Audrey vorstellen und sie löste überall grosse Freude aus!

 

Eines der schönsten Erlebnisse war, als ich Herr Geri beim Doktor wieder traf. Dieser Mann arbeitete schon für meine Eltern, als wir hier in Wamena lebten und arbeiteten. Herr Geri hielt mich damals, als ich ein Baby war, bereits in seinen Armen. Ich zeigte ihm ein Bild unseres Babys und die erste Frage lautete: «Ist es ein Junge?» Er wollte uns unbedingt morgen besuchen kommen. «Morgen» heisst in dieser Kultur hier nicht unbedingt am nächsten Tag, sondern irgendwann einmal. Man weiss nie, wann jemand zu Besuch kommt. Das «Morgen» kam und er besuchte uns mit seiner Familie. Er weinte, als er unsere kleine Audrey in den Armen hielt. Er war so glücklich und erzählte, wie er früher auf mich aufpasste und mein grosser Bruder ein Lausbub war.

 

Eine andere schöne Begegnung erlebten wir mit unseren Freunden Abed und Dorli. Dorli häkelte ein für hier typisches Netz für die kleine Audrey, in dem man sie herumtragen kann und erklärte mir die Technik. Durch Aufhängen des Netzes kann das Baby auch wunderbar in den Schlaf geschaukelt werden.

 

Es ist für uns eine grosse Freude, hier zu leben und die Freuden, die Gott uns gibt, mit unseren lokalen Freunden zu teilen. Wir haben einen tiefen Frieden, unsere Kinder hier gross zu ziehen, denn wir wissen, dass Gott uns hierhergeführt hat und uns hier wertvolle Beziehungen schenkt!

 

Matt M., Pilot und Mechaniker


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