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Bei den (Ex-) Viehdieben

Dr. Justin unterstützt die Einsätze im Gebiet der Begara und Befosa regelmässig. Für den geplanten dreitägigen Einsatz im Westen des Landes landeten wir nach einstündigem Flug in einem Dorf, in dem wir ein Treibstofflager besitzen. Dort nehmen das nötige Trinkwasser für drei Tage auf.

 

Bald wurde uns ein ca. 7-jähriges Mädchen gebracht, das an einem riesigen Gesichtstumor litt. Nach kurzer Konsultation sagte uns Dr. Justin, dass wir für das Mädchen und die Mutter beten sollen. Er könne ihr nicht mehr helfen; der Tumor sei zu fortgeschritten. Dies traf mich zutiefst, bin ich selber Vater einer sechsjährigen Tochter. Die medizinischen Möglichkeiten sind in Madagaskar leider sehr eingeschränkt, sodass nicht allen Kranken geholfen werden kann.

 

Die Besuche der beiden anderen Dörfer waren umso erfreulicher. Es sind Dörfer von ehemaligen Viehdieben. Diese sind für Einsätze aller Art sehr dankbar. Dr. Justin konnte vielen Patienten helfen. Darunter waren zwei Jungs, denen er zwei Kugeln entfernen musste. Auf die Frage, wie sie denn diese Kugeln «eingefangen» hätten, wurde uns gesagt: «Sie waren Viehdiebe.» Nicht selten ist es schwierig zwischen aktiven und ehemaligen Viehdieben zu unterscheiden. Auf jeden Fall ist Jesus, für alle Menschen auf die Welt gekommen und möchte, dass alle Menschen mit der guten Nachricht erreicht werden – Viehdieb oder nicht.

 

Nick D., Pilot

 

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