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Medizinische Evakuation

Eine medizinische Evakuation, kurz MedEvac, bezeichnet den Abtransport verletzter oder schwerkranker Personen aus unsicheren oder schwer zugänglichen Gebieten. Laut Wikipedia fand die erste fliegerische MedEvac-Operation 1915 in Serbien während dem 1. Weltkrieg statt. Heute, gut 100 Jahre später, leistet die Helimission (seit 1971) solche Einsätze in den verschiedensten Ländern, wo keine andere Hilfe den Patienten zur Verfügung steht.

 

Oft läuft ein Bote von einem abgelegenen Gebiet zur nächsten Station mit einem Funkgerät, damit der Helimissions-Helikopter angefordert werden kann. Der Patient wird dann in der Regel zum nächsten Krankenhaus geflogen, wo er die nötige Hilfe bekommt. In vielen Fällen kann der Patient nach der Heilung wieder selber den Heimweg antreten. Ist dies nicht der Fall, wird er wieder per Heli zurückgeflogen und im Dorf von den Bewohnern freudig begrüsst. Gerade in Papua, Indonesien, wo der technische Fortschritt noch nicht Einzug gehalten hat, bedeutet ein Flug mit diesem "komischen Vogel" für die Einheimischen eine Mutprobe. In den unwegsamen Gebieten von Madagaskar und Indonesien würde ein Landtransport viel zu lange dauern, wäre zu beschwerlich, oft zu gefährlich und der Patient würde die Strapazen nicht überleben. So konnte die Helimission über die Jahre unzähligen Menschen das Leben retten.

 

 


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