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Katastrophe im Kongo - vor 25 Jahren und heute

Nach dem schrecklichen Bürgerkrieg in Ruanda vor 25 Jahren flüchteten tausende Menschen nach Goma in der Provinz Kivu im Kongo. Die Helimission war mit zwei Helikoptern bei der Katastrophenhilfe dabei.

 

Einsätze in Zusammenarbeit mit dem UNHCR; THW (Deutsches Technisches Hilfswerk), Médecins sans Frontières, OXFAM und anderen Hilfswerken. Die Wasserversorgung für zwei Lager mit 27'000 und 200'000 Flüchtlingen wurde sichergestellt. Das Wasser wurde aus dem nahen See mit dem «Bumbi-Bucket» (Aussenlastbehälter für Helikopter) gewonnen und zu den aufgebauten Wasserreinigungsanlagen geflogen. Es wurden Medikamenten und Plastikdecken und vieles mehr verteilt. Tausende starben an Cholera, Schwäche, Krankheiten, usw.

 

Und heute? Ebola, Masern, Gewalt! Droht wieder eine Katastrophe in diesem Ausmass?

 

Laut Medienberichten forderte die aktuelle Ebola-Epidemie bereits mehr als 1’790 Menschenleben im Land, besonders in der Kivu Region. Der 2. Fall wurde in der Millionenstadt Goma entdeckt. Einer unserer treuen lokalen Mitarbeitern berichtete vor Tagen, dass sich die Epidemie in der ganzen Region um Goma ausbreite. Das Übertragungsrisiko sei gross. Aufgrund der sich zuspitzenden Situation erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ebola-Krise nun zum internationalen Gesundheitsnotstand.

 

Laut Médecins sans Frontières ist Ebola für die Menschen in der Republik Kongo nur eine Krise unter mehreren anderen. Hinzukommen eine massive Masern-Epidemie sowie der Höhepunkt der Malaria-Saison. Massenvertreibungen sowie die immer wieder aufflammende Gewalt erschweren die Lage weiter. Für viele Menschen ist die Hauptsorge daher nicht Ebola, sondern die medizinische Versorgung ihrer Kinder, die an Masern oder anderen Krankheiten sterben. Oder wie man eine angemessene Unterkunft und Sicherheit findet.

 

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