Hilfe nach Beben in Albanien

Am 26. November 2019 bebte die Erde in einem der ärmsten Länder Europas: Albanien. Das Beben der Stärke 6.4 tötete 51 Menschen und es gab 2‘200 Verletzte. Es war Albaniens tödlichstes Beben in über 100 Jahren. 

Besonders die vielen starken Nachbeben (bis 6.0) liessen die Menschen nicht zur Ruhe kommen. Es wurden 1‘300 Nachbeben registriert! Zudem wurde ein 30-tägiger Ausnahmezustand verhängt.

«Profamilja» ist eine gemeinnützige Organisation, die sich vor allem um das Wohl von Kindern und Familien kümmert. Die Helimission kennt die Leiter seit den frühen 90-er Jahren. Somit hatten wir einen vertrauenswürdigen Partner vor Ort, den wir finanziell unterstützen konnten. 

Vom ersten Tag an organisierte «Profamilja» kinderfreundliche und sichere Räume, wo Kinder spielen konnten. Durch gute Kontakte konnte «Profamilja» sofort 20 freiwillige Helfer mobilisieren, die Unterhaltung für die Kinder anboten und sie betreuten. Auch psychologische Betreuung wurde angeboten. Ärzte und Zahnärzte konnten für einen unentgeltlichen Einsatz gewonnen werden, um den Menschen zu dienen. 

Im Distrikt von Peza versorgte «Profamilja» 250 Familien mit Essen. In 9 Tagen wurden 25’000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt! Für 50 Familien wurden Zelte zur Verfügung gestellt, weil ihre Häuser durch die Beben eingestürzt oder unbewohnbar geworden waren. Für «Profamilja» ist der Mensch wichtig: So werden weiterhin Menschen in ihren provisorischen Unterkünften besucht und psychologisch betreut.

Simon Tanner