· 

Erster Solo Flug - und gleich ein Notfall

Wir hörten von einem älteren Mann mit einer ernsthaften Verletzung am Nacken, den wir ins Krankenhaus fliegen sollten. Sein Dorf, Lokon, liegt nur ca. 10 Flugminuten von unserer Basis in Wamena entfernt. Zu diesem Zeitpunkt flog ich immer noch mit einem erfahrenen Piloten zusammen. Heute war es Micha, der mit mir den «Medevac» flog.

 

Als wir im Dorf landeten, wartete der verletzte Mann mit seinem Sohn auf uns. Die Wunde war mit einem alten Lappen bedeckt. Man sah dem Mann an, dass er Schmerzen litt. Rasch halfen wir ihm in den Heli und erreichten schnell das Krankenhaus in Wamena. Der Patient wollte sich partout nicht helfen lassen, sondern selber ins Krankenhaus marschieren.

 

Ein Monat später war mein erster Solo-Flug geplant; wie aufregend! Am Vortag bereitete ich mich sorgfältig für diesen Flug vor. Als ich dann meine Passagiere wog, erkannte ich das Gesicht eines älteren Mannes – und er erkannt mich auch. Ja, es war der Mann mit der Nackenverletzung. Er kam zu mir und umarmte mich. Er sagte: «Schau, es geht mir besser. Und ich bin viel fetter geworden!» Ich sagte ihm, dass ich sehr glücklich bin, ihn nun in viel besserer Verfassung und mit einem Lachen im Gesicht zu sehen. Als wir dann in Lokon landeten, wurden wir herzlich begrüsst. Ich war beeindruckt von der grossen Dankbarkeit, die mir entgegengebracht worden war.

 

Nach der Landung auf der Basis wurde ich von unserem Team «begrüsst». Sie übergossen mich mit einem Kübel Wasser – so als «Taufe zum ersten Solo-Flug». Es ist wunderbar mit einem Team zusammen zu arbeiten, das sich füreinander so begeistert!

 

Matt, Pilot

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0