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Bianus' langer Heilungsweg

(Fortsetzung von «Starker Einfluss der Familie», vom 31.10.2018)

 

Letztes Mal berichteten wir über den Jungen Bianus, der einen offenen Waden- und Schienbeinbruch erlitten hatte, dessen Wunde sich stark infizierte. Es bestand die Gefahr, dass auch die Knochen von der Infektion angegriffen wurden. Die Ärzte in Wamena konnten ihm nicht mehr weiterhelfen und er hätte in ein grösseres Krankenhaus an der Küste geflogen werden sollen. Dazu benötigten sie die Erlaubnis von Bianus’ Vater.

 

Gut einen Monat lang dauerte es bis zu seinem Einverständnis, seinen Sohn in ein grösseres Krankenhaus zu bringen, wo ihm besser geholfen werden könnte. Verschiedene Leute halfen mit Übersetzen von Informationen der Ärzte in die Stammessprache, sammelten alle medizinischen Unterlagen und informierten ihn. Es kam eine Zusage, dass alle Kosten für den Weitertransport an die Küste übernommen werden. Schliesslich gab der Vater seine Bewilligung dazu - zur grossen Erleichterung von Bianus und auch der Assistenzärzte, die sonst nichts mehr für ihn hätten tun können. Der Orthopäde war bereits länger in Wamena abwesend. Die Freundin unserer Mechanikerfrau machte es möglich und verknüpfte all die verschiedenen Leute miteinander und setzte sich als Fürsprecherin ein. So überrascht nicht, dass ihr Mann, der bei einer anderen Fluggesellschaft arbeitet, «zufällig» einen Platz im Flugzeug für Bianus frei hatte.

 

Bianus musste weitere Operationen an der Küste über sich ergehen lassen. Die Knochenentzündung konnte offensichtlich behoben oder so weit eingedämmt werden, dass sie nicht mehr gefährlich ist. Nun müssen die Knochen noch gut zusammenwachsen, was monatlich kontrolliert wird. Das Ziel heisst jetzt «gehen ohne Krücken!»

 

Melanie

 

helimission, medevac, patient, papua
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