· 

Masern-Impfung rettet Leben

Vor kurzem forderte eine Masernepidemie unter einem Stamm etliche Todesopfer. Deshalb baten zwei amerikanische Missionarsfamilien, die dort leben und arbeiten, um Unterstützung bei der Impfkampagne. Die Ärztin aus Papua, Matthias und ich kamen ihnen zu Hilfe, um eine weitere Katastrophe zu verhindern. Am Mittwochmorgen flogen wir los - fast eine Stunde bis ins betroffene Gebiet im Flachland Papuas.

Dort angekommen, zählten wir die Impfungen, wogen das Essen und die Kleider zum Verteilen, luden die zwei Missionare und einen Krankenpfleger in den Helikopter ein, und los gings. Einige Dörfer lagen bis zu 12 Stunden Fussmarsch entfernt, mit dem Helikopter dauerte es nicht mehr als 8 Minuten. Im ersten Dorf versammelte der Dorfchef alle Bewohner in der Kirche. Als erstes betete der Pastor, und die Ärztin erklärte genau den Ablauf der Impfung und welche Nebenwirkungen eintreten könnten. Meine Aufgabe war das Notieren der persönlichen Daten der zu impfenden Personen. Dies stellte sich als nicht einfache Aufgabe heraus. Ich kannte ihre Sprache nicht und die Menschen konnten oft weder ihren Namen buchstabieren, noch wussten sie, wie alt sie waren. Mütter sagten oft über ihre Kinder, dass sie ihr Alter nicht so genau kennen, aber dass sie «alle Zähne hätten».

So flogen wir in zwei Tagen zu sechs Dörfern und konnten über 300 Menschen gegen Masern impfen und die Ärztin behandelte einige Patienten. Ich staunte jedes Mal vor der Landung in diesem unwegsamen Gebiet, wie mein Mann hier landen konnte. Er ist ein guter Pilot und weiss genau, was er macht und wo es hingeht. Für ihn hat die Sicherheit der Passagiere und der Menschen am Boden oberste Priorität. Die Geschichten, die mein Mann Matthias von seinen Flügen erzählt, sind immer sehr interessant, aber für mich war es ein besonderer Segen, mit ihm zusammen diesen Einsatz miterleben zu können.

Vasanthy W, Frau von Pilot Matthias

Kommentar schreiben

Kommentare: 0