SOS-Einsatz

Hungersnot am Horn von Afrika

Kenia, Somalia und der Süden Äthiopiens sind wegen einer grossen Dürre von einer schlimmen Hungersnot betroffen.
Mit unserem Helikopter in Awassa (Äthiopien) möchten wir helfen. Geplant sind Flüge für die Verteilung von Lebensmitteln.

 

 

Spenden für unsere Einsätze in Äthiopien können gerne auf unser PC-Konto 90-1142-1 überwiesen werden.
Wichtig: Mitteilung "Hungersnot Äthiopien".

 

im Flüchtlingscamp Kobe im Flüchtlingscamp Kobe

Berichte direkt aus Äthiopien:

Unser Pilot aus Neuseeland erzählt:
Bis jetzt hatten wir eine interessante und volle Woche. Angefangen hat es letzten Sonntag, als wir einen Notruf aus Dolo Ado für einen Krankentransport erhielten. Ein finnischer Mitarbeiter der UNWFP erkrankte an Hirnhautentzündung und musste dringend evakuiert werden. Doch die Landebahn war wegen des vielen starken Regens unbrauchbar und die Strassen nicht passierbar, da viele Flüsse überflutet sind.

Vor einem Monat noch war alles in dieser Region braun geröstet, da es seit drei Jahren nicht geregnet hatte. Nun ist alles grün.

Ankunft am Flugplatz Addis Ankunft am Flugplatz Addis

Der Patient hatte starke Schmerzen und während der letzten Stunde Schüttelfrost. So hofften wir, dass er es überhaupt schafft. Er sah nicht gut aus.

Uns kostete der Hin- und Rückflug ungefähr 24 Stunden mit 7.5 Stunden Flugzeit, einer Übernachtung und einigen Stunden Verspätung am Flughafen in Addis beim Versuch, Kerosin zu erhalten und alle Formalitäten zu erledigen etc.

Morgen fliege ich zurück nach Dolo Ado mit einigen Leuten von Humedica, welche in den Flüchtlingscamps arbeiten.

Die Landebahn und Strassen blieben während der ganzen Woche wegen des starken Regens geschlossen.

Ich bewundere viele dieser humanitären Hilfswerke, welche an solch extrem schwierigen Plätzen arbeiten. (11.11.2011)

 

überflutete Strasse überflutete Strasse

1. November 2011: Ankunft eines zusätzlichen Piloten aus Neuseeland. Er wird drei Wochen im Flugprogramm mithelfen - darüber sind wir sehr froh.

Regen!

 

Es regnet am Horn von Afrika!! Mit grosser Freude haben wir davon erfahren. Unser Pilot vor Ort bekam wieder mehr Fluganfragen, da der Boden so aufgeweicht ist, dass man mit Flugzeugen nicht landen kann. Was für eine Nachricht!

 

Die Arbeit geht für uns nun umso intensiver weiter. Die einzige Vrosorgungsachse für den Strassentransport ist an verschiedenen Stellen durch weggespülte Brücken unterbrochen. Die einzige "Brücke" zur Ausenwelt ist nun der Helikopter.

 

Das Übergangscamp in Dolo Ado beginnt sich wieder zu füllen. Es kommen wieder mehr Flüchtlinge von Somalia dazu. Die Hilfsorganisationen rechnen mit weiteren 50'000 Flüchtlingen. Deshalb wird jetzt schon das 5. Camp aufgebaut.

 

Wir fliegen weitere 4 Tonnen Mais zu einem Borana Dorf.  (25.10.2011)

 

Verteilung von Nahrungsmitteln im Süden von Äthiopien

wartende Leute während der Maisverteilung wartende Leute während der Maisverteilung

 

Unser Pilot vor Ort erzählt:

Die Dürre im Süden von Äthiopien macht den Leuten das Leben schwer. Im Süden des Borana Stammes sind schon viele Tiere gestorben und die Leute haben nicht mehr viel zu essen.

Zusammen mit der Amerikanischen Organisation "Bread of Life International" verteilten wir im Borana Stamm 10 Tonnen Mais. Insgesamt haben wir 5 Dörfer besucht. Das letzte Dorf mit dem Namen Saba war nur mit dem Heli zu erreichen, ca. 8 Stunden Fussmarsch von der nächsten Strasse entfernt. In 2 Dörfern haben wir verzweifelte Menschen angetroffen; Saba war eines davon und das andere Dorf heisst Romso. Dort haben uns die Dorfältesten zu einem Gespräch eingeladen. Sie erzählten uns, dass in den letzten 3 Monaten 100 Kühe gestorben sind. Und jetzt haben auch die Leute fast nichts mehr zum Essen. Ich sah mit eigenen Augen, wie eine abgemagerte Kuh das vertrocknete Gras von einem Hausdach gefressen hat.

In einigen Teilen von Borana hat es bereits ein Jahr lang nicht geregnet. Das heisst die letzte Ernte ist aufgebraucht und unterdessen haben die Menschen nichts mehr zu essen. Es ist eine gute Zeit, um dort Hilfe zu leisten, denn dies ist erst der Anfang von einer Hungersnot. Wenn es weiterhin nicht regnet, brauchen die Leute dort noch viel mehr Lebensmittelhilfe. Wir werden auch in Zukunft den notleidenden Menschen helfen und anderen Hilfsorganisationen unseren Transportdienst in die Dürregebiete zur Verfügung stellen. (24.08.2011)

 

Dankesbrief von Bread of Life International
in Englisch
ML1108_monthly_report_Bread of Life Int.
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Team von humedica Team von humedica

 

Am Montagnachmittag, 18.07.2011 starteten unser Pilot in Äthiopien und ein Team von Humedica mit dem Helikopter Richtung Dolo Odo (Äthiopien), das an der Grenze zu Somalia und Kenia liegt.
Dort machen sie sich einen Überblick über die Situation. (18.07.2011)

In Dolo Odo hat es ein altes Flüchtlingslager, das seit ca. 2 Jahren besteht mit 30'000 Menschen. Nun sind noch zwei neue Flüchtlingslager entstanden, mit ebenfalls jeweils 30'000 Menschen. Weiter gibt es ein Transit-Lager mit nochmals 20'000 Flüchtlingen. Letztere sind vor allem Frauen und Kinder. Viele Kinder sind krank. In diesen Lagern sieht man viele Gräber.
Jeden Tag kommen neue Flüchtlinge dazu.

Die Helimission flog Medizinisches- und anderes Fachpersonal in die Hungerlager in Dolo Odo, wo die ca. 110'000 Flüchtlinge (v.a. aus Somalia) auf Hilfe warten. Dabei flogen wir für "humedica" und "Water is Life International". (19.07.2011)

 

 

Die Stiftung Helimission hilft den Hungernden vor Ort

 

Unser Ansatz ist, den 4.5 Mio hungernden Äthiopiern zu helfen, damit sie nicht zu "Hunger-Flüchtlingen" werden.

Im Süden Äthiopiens leben ca. 1 Mio. Borana in schwer zugänglichen Gebieten. Auch sie sind von dieser Hungerkatastrophe betroffen. Wir haben eine gute Beziehung mit dem "Borana-König". So ist es naheliegend, dass wir uns in der Hilfeleistung dieses Stammes engagieren. In der 3. Augustwoche werden wir Rick Tuni von "Bread of Life International" helfen, 10 Tonnen Mai unter den Borana zu verteilen. (11.08.2011) 

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